reflections

Über

Herzlich willkommen liebe Blogger und Bloggerinnen. es freut mich sehr dass ihr meinen Blog besucht. hier findet ihr eine Menge zum Thema Anorexia-Nervosa (ana) oder Magersucht. Ich bin 160 groß und mein Gewicht will ich euch NOCH nicht verraten, da ich leider noch lange nicht zufrieden damit bin. hier findet ihr meine ganz persönlichen tipps und tricks um das Leben mit Ana ein wenig einfacher zu gestalten und auch ein wenig mehr spaß daran zu haben. Ich bin ganz klar Pro ana. also für das Leben mit ihr... viele sehen sie als eine lästige Krankheit, ich sehe sie als meine beste Freundin. unter "Bilder" findet ihr ein paar von den Bildern die mich dazu inspirieren weiter zu machen... schaut sie euch doch mal an also dann. Viel Spaß beim Lesen und lernen. Liebe Grüße und viel erfolg! Jenny

Alter: 19
aus: 30419 Hannover
 


Werbung




Blog

zurück in ein neues Leben

 

Ich bin wieder ganz am Anfang. Doch so schlimm wie ich dachte, ist es nicht. 

Es ist Morgen. 09.30Uhr. Mein Wecker klingelt, und reißt mich aus einem meiner schönsten Träume heraus. Ich öffne meine Augen, gähne, strecke mich, wackle mit den Zehen und merke wie mich die Sonne an der Nase kitzelt. hihi sie ist so warm ^-^

Ich stehe auf, gehe ins Bad, dusche, putze mir die Zähne, und springe in meine Arbeitskleidung. 

Der Alltag beginnt. 

Doch irgendwie ist heute etwas anders. Heute fühle ich mich stark und gut. 

Denn ich muss heute das letzte mal zu meinen Sozialstunden gehen. Heute um genau 16.00 Uhr, ist der ganze Alptraum endlich vorbei. 

Ich muss bei dem Gedanken an die Freiheit, irgendwie lächeln. 

Ich gehe in die Küche und begrüße meine Mutter. Sie ist schon seit Stunden wach, hat meine Schwestern schon zur Schule geschickt und in den Kindergarten gebracht. Und nun macht sie auch noch den Haushalt. Ich setze mir einen Kaffee auf, stopfe meiner Mutter eine Zigarette, und bitte sie mit einem Wink sich hinzusetzen und zu entspannen. Sie reagiert auf mein Handzeichen und lässt sich auf dem Küchenstuhl nieder. Ich gebe ihr einen Kuss auf die Stirn, lächle sie an, und halte ihr das Feuerzeug hin damit sie ihre Zigarette anstecken kann.

Da ich noch über 2 Stunden Zeit habe, bis ich zur Arbeit muss, beschließe ich meiner Mutter ein wenig zu helfen. 

Ich stelle mich an die Spüle, und mache den Abwasch. bei 3 Kindern kommt da am Tag auch ganz schön was zusammen... 

Ich spüre das heute ein schöner Tag wird... 

23.2.16 19:07, kommentieren

Neuer Versuch, Neues Glück

 

Sonntag 21.02.2016 

09.22 Uhr

 - Nachdem mein damals bester Freund meiner Mutter alles sagte was er am Tag zuvor in meinem Turnbeutel sah, setzt sich meine Mutter heute Morgen an mein Bett. Sie streichelt mir durchs Haar und weckt mich sanft aus meinem Schlaf. Sie hat mir einen Kakao gemacht. Ich vergesse für einen Moment was ich mir gestern noch vorgenommen habe, lächle meine Mutter an, und nippe an dem warmen Kakao.

Sie lächelt zurück... doch es ist ein besorgtes Lächeln. VERDAMMT! Der Blödmann hat es ihr tatsächlich gesagt! Na super. Das bedeutet für mich wohl 3-4 Monate Klinikaufenthalt und ein seeeeehr langes Gespräch mit meiner Mutter. 

Falsch gedacht.

Ihr besorgtes Lächeln macht mir Sorgen. Ich frage sie was los ist.

Sie sagt mir mit Tränen in den Augen, dass es ihr leid tut. Sie fängt an zu weinen. Oh Herr Gott ich hasse es wenn meine Mutter weint. Ihre Tränen schmerzen in meiner Brust, als seien es meine eigenen. Nun beginne auch ich zu weinen.

Wir sitzen also da, auf meinem Bett, und weinen.

Sie nimmt mich in den Arm, drückt meinen Kopf an ihre Brust, und streichelt mir übers Haar. Ich kann ihren Herzschlag hören. Es erinnert mich ein bißchen an eine längst vergangene Situation. Denn das letzte mal hatte sie mich so liebevoll in den Arm genommen, als ich meinen ersten Liebeskummer erlitt. 

Sie schluchzt, schluckt ihre Tränen runter und beginnt zu reden.

Sie sagt mir erneut das es ihr so sehr leid tut, und das Fabian ihr alles gesagt hat. Sie sagt dass sie sich die Schuld dafür gibt, dass ich wieder mit dem Mist anfangen will. Und sie keinen Rat mehr sieht. 

Es ist das erste mal, dass ich meine Mutter zweifeln sehe und höre.

Meine Gedanken tanzen in meinem Kopf. Aber nicht geordnet und sortiert, sondern Kreuz und quer.  STOP! Es macht "Klick". Jetzt ist Schluss.

Ich beruhige meine Mutter und versichere ihr das es ein einmaliger Ausrutscher war. Ich sage ihr noch einmal dass ich sie liebe, und dass ich alles machen werde um sie nie wieder weinen und zweifeln zu sehen.

 Ich nehme die Watte und werfe sie weg. Und stelle den Müll sofort auf die Straße. So komme ich auch ja nicht auf die Idee noch einmal an diesen Müllbeutel zu gehen um die Watte wieder heraus zu holen.

Wenn ich schon mal draußen bin, gehe ich direkt zum Bäcker und hole Brötchen. Ein merkwürdiges Gefühl. Doch auch daran kann ich mich gewöhnen. Wenn ich damals von Essen auf Watte umsteigen konnte, dann schaffe ich es heute auch von Watte auf Essen.

Neuer Versuch, Neues Glück

21.2.16 15:10, kommentieren



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung